Damen Rugby-Bundesliga in Wien

03/05/2016 Keine Kommentare Uncategorized Dan Reynolds

Unter den fachkundigen Blicken des neuen Trainers Hans-Jörg Morri stürzte sich die Spielgemeinschaft Linz/Leoben – in der Liga mittlerweile bekannt unter dem liebevollen Namen LiLe – am vergangenen Wochenende in die Frühjahrssaison der Rugby-Damen.
Seit der Wiederaufnahme des Trainings nach der kurzen Winterpause wurde intensiv an Fitness und Fertigkeiten aller Spielerinnen gearbeitet, was sich im Spiel zwar widerspiegelte, im Endergebnis des Turnieres sich aufgrund des Spielmoduses aber leider nicht zeigte.

Das wurde in einem Pool-Modus mit anschließenden Kreuzspielen ausgetragen, es galt also für den Anfang, dem RC Spartans Melk, der RU Donau 1 und dem WRC Innsbruck gegenüber zu treten.

Den Anfang machte das Spiel gegen die Mannschaft aus Melk, die nach einem Jahr Spielpause wieder in die Liga zurückkehrte. Die Unsicherheit, wie die große Unbekannte einzuschätzen sei, war zu Spielbeginn deutlich zu spüren. Grund zur Sorge gab es, war doch Melk vor der Pause eine körperlich extrem starke Mannschaft, die regelmäßig Bestplatzierungen errungen hatte. Nach einigen Minuten konnte man jedoch einige neu eingeübte Spielzüge perfekt durchziehen und der Endstand von 24:10 zeugte von deren Effektivität.

Donau 1 war, wie immer, in Punkto Schnelligkeit, Zusammenspiel und Taktik mehrere Nummern zu groß für LiLe. Hinzu kam, dass durch sehr viele Handling-Fehler der Ball beinahe durchgehend in Besitz der Wienerinnen war – das Ergebnis war mit 91:0 auch dementsprechend.

Da man sich aber nicht durch fruchtlose Energieverschwendung schwächen, sondern für die nächsten Spiele Kräfte sparen wollte, war der hohe Sieg der Gegnerinnen auch nicht weiter schlimm für die Motivation der Mannschaft.

Ganz im Gegenteil, das anschließende Spiel gegen Innsbruck war, glaubt man den Worten des Trainers, das beste des Tages für die Spielgemeinschaft. Es konnten einge Raumgewinne erspielt werden, leider waren die Tirolerinnen im Endeffekt schneller und stärker. Dennoch, man kann mit Stolz behaupten, die späteren Zweiplatzierten gehörig geärgert zu haben.

Der Sieg über Melk bedeutete den dritten Gruppenplatz, womit der nächste Gegner die Mädels von Donau 2 waren.

Ein kurzzeitiges Konzentrationstief bescherte Donau 2 ein leichtes Spiel und der Spielgemeinschaft immense Probleme. Erst in den letzten Minuten konnte Raum und Kampfgeist zurückerobert werden, wodurch die Wienerinnen knapp vor der Tryline noch einmal ordentlich zum Schwitzen gebracht wurden.

Das letzte Spiel des Tages galt es gegen die Wombats-Ladies aus Wiener Neustadt zu bestreiten. Hochkonzentriert, fokussiert und mit dem Willen, die groben Schnitzer vom Donau 2-Spiel auszubügeln, schritt man ans Werk und konnte bereits in der ersten Halbzeit mit 2 Tries vorlegen. Hervorzuheben ist an dieser Stelle das Leobener Küken Miriam Salomon, die mit ihrem ersten Try den Sieg mit 25:14 in trockene Tücher brachte.

Der Spielmodus mit den Pools und den Kreuzspielen war uns, wie gesagt, leider nicht wohlgesonnen, landete man doch mit zwei Siegen nur auf Platz 6 von 7.

Die Bilanz ist dennoch sehr positiv: durchwegs starke und schnelle Angriffsphasen, gute Verteidigung (ein Hoch auf unsere Allrounderin Julia, die für ihre Tackles einen Ehrenorden verliehen bekommen sollte) und ebenso gutes Zusammenspiel konnten verbucht werden – vom Spaß am Sport ganz abgesehen.

Spielergebnisse

LiLe : Melk – 24 : 10
Donau 1 : LiLe – 91 : 0
Innsbruck : LiLe – 17 : 0
Donau 2 : LiLe – 14 : 0
LiLe : Wombats – 25 : 14

Turnierergebnisse

  1. RU Donau Wien 1
  2. WRC Innsbruck
  3. RC Graz
  4. RU Donau Wien 2
  5. RC Spartans Melk
  6. Spielgemeinschaft RC Linz/ ARC Leoben
  7. Wombats RC
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