Damen Rugby-Bundesliga in Innsbruck

23/05/2016 Keine Kommentare Uncategorized Dan Reynolds

„Innsbruck, ich muss dich lassen…“ – gespielt wurde am vergangenen Samstag nämlich in Patsch, bei Dauerregen und beißender Kälte.
Sechs der österreichischen Teams, darunter auch die Spielgemeinschaft Linz/Leoben (diesmal mit Backup aus Graz), und die Damenmannschaft von Olimpija (SLO) ließen sich von den miesen meteorologischen Aussichten nicht abhalten und traten den Weg in den Westen der Republik an.
Da nicht wie bei den letzten Turnieren 7 Mannschaften antraten, wurde anstatt einem Pool- und Kreuzspiel-Modus die alte „Jeder gegen Jeden“-Taktik angewandt, was der oberösterreichisch-steirischen Kombo nach bereits zwei mittelprächtigen Losen in diesem Frühjahr nur Recht war.
Gegner Nr.1 war Donau II – erfahrungsgemäß die härteste Nuss, wenn man die realistischen Siegeschancen berücksichtigt. Dementsprechend hart war das Spiel, hatten auf dem relativ schmalen Feld doch beide Teams nicht den nötigen Platz, ihre Strategie durchzuziehen. Erst in der zweiten Halbzeit legte Kathrin Kirchweger den erlösenden Try, der den Sieg über die Wienerinnen bedeutete (Endstand 7 : 0).
Der Sieg über Olimpija aus der slowenischen Hauptstadt Laibach wurde in einer etwas wackeligen Partie entschieden – die erste Halbzeit war dominiert von Zögern und Unsicherheit auf Seiten von LiLe. Erst in der zweiten Spielhälfte konnten zwei absolut 15er-Rugby-taugliche Trys durchgerungen werden – im wahrsten Sinn des Wortes.
Mit der Heimmannschaft, den Ladies des RC Innsbruck, wurde wie immer ein extrem physisches Spiel ausgetragen. Einige gute Spielzüge der Spielgemeinschaft reichten nicht, um Punkte gegen die flinken und starken Tirolerinnen zu scoren. Aber – man kann mit Stolz auf die ansehnliche Verteidigungsleistung verweisen, und der Endstand von 12 : 0 spricht ebenfalls dafür.
Gegen Donau I spielte man das alte Lied – Schadensbegrenzung vor Offensive. Handlingfehler (durch den Dauerregen noch vermehrt) und Unachtsamkeiten unsererseits und schnellere Läuferinnen bei den Gegnerinnen waren es, die den Wienerinnen den Sieg einbrachten. Erwähnenswert ist an dieser Stelle: der Fast-Try der Spielgemeinschaft, der nur durch Donaus nahezu unfehlbare Sweeperin verhindert wurde.
Das abschließende Spiel des Tages war jenes gegen die niederösterreichische Allianz aus Wr. Neustadt und Krems, ebenfalls unterstützt von einigen Grazerinnen. Bei diesem Spiel hat sich wieder einmal die Winterpause, welche einige Fitness-Schindereien involviert hatte, bezahlt gemacht. Traditionell wurde in der ersten Halbzeit erbittert gekämpft, bevor in der zweiten Hälfte der Sack zugemacht wurde.
Der sagenhafte 3. Platz an diesem Spieltag wurde nur durch eine Sache getrübt: Unsere amerikanische Spielerin Julia Girardi, die uns in vielen Matches mit ihren perfekten Tackling-Skills mehr als einmal sprichwörtlich den A**** gerettet hat, wird in die Heimat zurückkehren und deshalb nicht wieder mit uns auf dem Pitch stehen – man verzeihe deshalb bitte einer sentimentalen Autorin die kurze Abschweifung:
Dear Julia, we will definitely miss you, your skills, your experience and your peanut butter – chocolate chip cookies (obviously). You’ve contributed a lot to our all development throughout the last year by telling us everything you know and motivating us. We wish you all the best for your future and let’s hope that you’ll drop by again in some time.
Abschließend gilt es, den beiden Grazerinnen, welche bei diesem Turniertag in den orangen Dressen der Linzer gespielt haben, einen Dank auszusprechen, genauso wie den Mädels aus Innsbruck, die einen tollen Spieltag organisiert haben.
Das nächste Zusammentreffen wird am 28.Mai in Melk stattfinden, wo es gilt, die sensationelle Leistung zu replizieren.

Spielergebnisse
Donau II : LiLe – 0 : 7
LiLe : Olimpija – 10 : 5
Innsbruck : LiLe – 12 : 0
Donau I : LiLe – 42 : 0
LiLe : Wombats – 31 : 5

Turnierergebnisse
1. RU Donau Wien I
2. WRC Innsbruck
3. Spielgemeinschaft RC Linz/ ARC Leoben
4. Spielgemeinschaft RC Wombats/ RUC Krems
5. RU Donau Wien II
6. RAK Olimpija

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