Neue Gesichter und alte Problemchen

11/12/2017 Keine Kommentare Uncategorized Martin Kühr

Eine Herbstsaison voller Höhen und Tiefen liegt hinter den Damen des RC Linz.

Das Beste vorneweg: Im vergangenen Sommer sind viele neue Gesichter zu uns gestoßen, weshalb es dem Rugby Club Linz erstmals seit dem Neu-Erstehen der Damenmannschaft im Sommer 2012 möglich war, eine eigene Mannschaft für die Austrian Women’s 7s Series zu stellen. Angelina Sauer, Verena Götz, Carina Holzinger, Dominique Peter und, zurück von jenseits des großen Teiches, Julia Girardi haben nach nur wenigen Wochen im Training große Fortschritte gezeigt – von vielen lustigen und spannenden Momenten in der neuen Konstellation ganz abgesehen. Die symphatischen New- und Back-in-Austria-bies haben uns auch alle bereits tatkräftig und hochmotiviert auf dem Spielfeld unterstützt.

Obwohl die Freude über die gewonnene Autonomie groß ist und eifrig unter Coach Sayha „Gustl“ Kaos Anleitung an Fitness, Taktik und Technik gefeilt wurde, mussten wir uns (noch…) die spielerische Unterlegenheit eingestehen und bei jedem Turnier bitteres Lehrgeld bezahlen. Die studienbedingte Migration der Ex-Kapitänin Isabella Bachleitner gen Osten in die große Stadt tat der Struktur in unseren Spielen keinen Gefallen, ebenso wie verletzungsbedingte Ausfälle in der Stammbesetzung. Altbekannte Problemchen schlichen sich immer wieder im Laufe der Turniertage ein, die es galt zu lösen. Ausgiebige Diskussionen und Analysen der bestrittenen Spiele ermöglichten es uns jedoch, uns von Spiel zu Spiel zu steigern und auch aus schwierigen Ausgangslagen bei den Gruppenphasen das Beste uns Mögliche aus dem jeweiligen Tag zu machen.

Leider konnten bei den vier Turnieren im Herbst in Wien, Graz, Klagenfurt und Wiener Neustadt keine Plätze außerhalb des letzten Drittels erspielt werden, jedoch ging man nie – und das sollte ob unserer bisherigen Historie zumindest nicht unerwähnt bleiben – ohne Punkte nach Hause und konnte einige mehr oder weniger galante Spielzüge umsetzen. Von den moderaten Erfolgen abgesehen war die Saison geprägt von erinnerungswürdigen Momenten – an dieser Stelle seien Kühe, Silos, Traktoren und Regenbögen angemerkt (Danke Meike) – und viel Gelächter, z.B. wenn der Coach zu seinem Geburtstag einen Geschmack seiner eigenen Medizin abbekommt (Bussi Gustl).

Über den Winter bestreiten die Linzer Damen gemeinsam mit ihren männlichen Vereinskollegen das Hallentraining in der NMS Spallerhof – und die fast schon legendäre Weihnachtsfeier… Für den Frühling gilt es im Anschluss daran, diverse Ge- und Erbrechen auszukurieren, Energie zu tanken, die Stimmbänder für den Kampfschrei zu ölen und den Vorrat an Milchbrot aufzustocken, denn die nächste Challenge für die Steel City Girls kommt bestimmt.

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